Cybermobbing bei Kindern

Cybermobbing bei Kindern

Cybermobbing bei Kindern

Cybermobbing bei Kindern ist ein Thema, das Eltern zunehmend beschäftigt. Beleidigungen, Ausgrenzung und verletzende Kommentare finden heute nicht mehr nur auf dem Schulhof statt. Sie können Kinder über Klassenchats, soziale Netzwerke, Messenger oder Online Spiele bis nach Hause begleiten.

Gerade für Kinder ist es nicht immer leicht zu erkennen, wann aus einem Streit oder einem unfreundlichen Kommentar echtes Cybermobbing wird.

Umso wichtiger ist es, dass Kinder wissen, wie sie reagieren können und an wen sie sich wenden können.

Was ist Cybermobbing bei Kindern?

Cybermobbing bedeutet, dass eine Person über digitale Medien wiederholt beleidigt, bloßgestellt, bedroht oder ausgegrenzt wird.

Das kann beispielsweise in einem Klassenchat, über Messenger, in sozialen Netzwerken oder innerhalb eines Online Spiels passieren.

Auch das Verbreiten peinlicher Fotos, das Erstellen verletzender Inhalte oder der bewusste Ausschluss aus digitalen Gruppen kann dazugehören.

Ein großes Problem dabei ist, dass sich Inhalte im Internet schnell verbreiten können. Was zunächst nur wenige Personen sehen, kann innerhalb kurzer Zeit viele Menschen erreichen.

Warum kann Cybermobbing für Kinder besonders belastend sein?

Mobbing auf dem Schulhof endet meistens, wenn ein Kind nach Hause geht.

Bei Cybermobbing ist das anders.

Nachrichten und Kommentare können jederzeit auf dem Smartphone erscheinen. Dadurch kann für betroffene Kinder das Gefühl entstehen, der Situation kaum entkommen zu können.

Hinzu kommt, dass beleidigende Bilder, Videos oder Nachrichten weitergeleitet und gespeichert werden können.

Deshalb sollten Eltern Cybermobbing bei Kindern ernst nehmen und aufmerksam reagieren.

7 Tipps bei Cybermobbing bei Kindern

  1. Veränderungen ernst nehmen

Nicht jedes Kind erzählt sofort, wenn online etwas passiert ist.

Plötzliche Veränderungen können deshalb ein Hinweis darauf sein, dass ein Kind belastet ist.

Vielleicht möchte es sein Smartphone plötzlich nicht mehr benutzen, wirkt nach dem Lesen von Nachrichten traurig oder zieht sich stärker zurück.

Solche Veränderungen müssen nicht automatisch Cybermobbing bedeuten. Sie können aber ein guter Anlass für ein ruhiges Gespräch sein.

2. Ruhig mit dem Kind sprechen

Kinder sollten wissen, dass sie erzählen können, was passiert ist, ohne sofort mit Vorwürfen oder Verboten rechnen zu müssen.

Fragen wie „Ist online etwas passiert, das dich beschäftigt?“ können einen Gesprächseinstieg erleichtern.

Wichtig ist vor allem zuzuhören.

3. Nachrichten und Inhalte sichern

Beleidigende Nachrichten oder problematische Inhalte sollten nicht sofort gelöscht werden.

Screenshots können helfen, Vorfälle zu dokumentieren.

Dabei können Nachrichten, Benutzernamen und der Zeitpunkt des Vorfalls wichtig sein.

4. Nicht auf Beleidigungen reagieren

Es ist verständlich, dass Kinder sich verteidigen möchten.

Eine aggressive Antwort kann eine Situation jedoch zusätzlich verschärfen.

Besser ist es häufig, nicht weiter auf beleidigende Nachrichten einzugehen und gemeinsam mit einer erwachsenen Vertrauensperson zu überlegen, was als Nächstes getan werden sollte.

5. Personen blockieren und Inhalte melden

Viele Messenger, soziale Netzwerke und Online Plattformen bieten Möglichkeiten, Personen zu blockieren und problematische Inhalte zu melden.

Eltern können diese Funktionen gemeinsam mit ihrem Kind nutzen.

Kinder lernen dadurch gleichzeitig, dass sie problematisches Verhalten im Internet nicht einfach akzeptieren müssen.

6. Schule oder andere Vertrauenspersonen einbeziehen

Wenn Cybermobbing im Zusammenhang mit der Schule oder einem Klassenchat steht, kann es sinnvoll sein, Lehrkräfte oder andere zuständige Personen einzubeziehen.

Eltern müssen solche Situationen nicht allein lösen.

Je nach Situation können auch Beratungsstellen weitere Unterstützung bieten.

7. Dem Kind keine Schuld geben

Kinder verschweigen unangenehme Situationen manchmal aus Angst, dass ihnen das Smartphone weggenommen oder die Nutzung bestimmter Apps verboten wird.

Deshalb ist eine wichtige Botschaft:

Wenn dir online etwas passiert, kannst du immer zu uns kommen.

Das stärkt Vertrauen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder frühzeitig Hilfe suchen.

Wie können Eltern Cybermobbing vorbeugen?

Cybermobbing lässt sich nicht in jeder Situation verhindern.

Eltern können ihre Kinder aber darauf vorbereiten.

Dazu gehört, früh über einen respektvollen Umgang im Internet zu sprechen. Kinder sollten wissen, dass hinter jedem Profil ein Mensch mit Gefühlen steht. Mehr Tipps dazu findest du in unserem Beitrag „Kinder sicher im Internet„.

Genauso wichtig ist die Frage, welche persönlichen Inhalte online geteilt werden sollten und welche besser privat bleiben.

Regelmäßige Gespräche über Klassenchats, soziale Netzwerke und Online Spiele helfen Eltern außerdem dabei, die digitale Lebenswelt ihrer Kinder besser zu verstehen.

Weitere Informationen und Hilfestellungen zum Thema Cybermobbing findest du auch bei klicksafe.

Cybermobbing bei Kindern: Hilfe beginnt mit Vertrauen

Kinder müssen digitale Probleme nicht alleine lösen.

Wenn sie wissen, dass sie mit unangenehmen Situationen zu ihren Eltern oder anderen Vertrauenspersonen kommen können, entsteht eine wichtige Grundlage für digitale Sicherheit.

Mit CyBuddy möchten wir Kinder dabei unterstützen, Cybermobbing zu erkennen, Grenzen zu setzen und zu verstehen, wann sie Hilfe holen sollten.

Denn digitale Medienkompetenz bedeutet nicht nur zu wissen, wie das Internet funktioniert.

Sie bedeutet auch zu wissen, was zu tun ist, wenn etwas nicht in Ordnung ist.

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